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Der Hobbit – Das Spiel zum Film

Eingereicht on November 16, 2012 – 10:43 amNo Comment

Verlag: Kosmos

Autor: Andreas Schmidt

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Inhalt: 1 Spielplan, 118 Spielkarten, 8 Zwergenfiguren, 1 Bilbo-Figur, 1 Gandalf-Figur, 1 Würfel, 1 Ring, 1 Ork-Stein, 1 Spielregel.

Am 13. Dezember startet die langersehnte Verfilmung von „Der der Hobbit“ in den deutschen Kinos. Wie auch die Herr der Ringe Trilogie wird Peter Jacksons neuer Film wieder Scharen von Fantasy Fans in die Kinos locken. Klar, dass es zu so einem cineastischen Highlight auch ein Brettspiel geben muss. Kosmos hat sich zusammen mit Andreas Schmidt an diese anspruchsvolle Aufgabe gewagt. In dem Spiel „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ gewinnen und verlieren alle Spieler gemeinsam. Dieses Prinzip lößt bei vielen Spielern sofort Bauchschmerzen aus, aber diesem Fall gibt es dafür keinen Grund. Das Spiel macht nämlich riesen Spaß!

Spielprinzip „Der Hobbit“

Jeder Spieler begibt sich mit seinen beiden Zwergen auf eine abenteuerliche Reise. Die Reise führt euch vom Aueland, übers Bruchtal, durch Nebelgebirge bis zum Ziel. Gemeinsames Ziel aller Spieler ist es, den Hobbit Bilbo und einen Zwerg von jedem Spieler auf das Zielfeld zu bringen, bevor der Orkstein das letzte Feld erreicht hat. Natürlich warten auf der Reise zahlreiche Gefahren auf euch, so müsst ihr beispielsweise gegen Orks oder Trolle kämpfen und aufpassen, dass ihr nicht gefangen genommen werdet. Aber es gibt auch einen starken Verbündeten: Den Zauberer Gandalf.

Gespielt wird wie immer im Uhrzeigersinn. Jeder Spieler besitzt fünf Bewegungskarten, mit denen er seine beiden Zwerge entlang der Wegstrecke voran bewegt. Zu Beginn seines Zuges, nutzt der Spieler eine seiner Bewegungskarten und kann so 2,3,4,5 oder 6 Felder mit einer seiner Figur gehen. Anschließend kann der Spieler noch beliebig viele Handkarten ausspielen. Das könnte zum Beispiel eine Pony-Karte sein, mit der er weitere Felder voran gehen kann, oder zum Beispiel eine Gandalf-Karte, mit der er den Gandalf-Stein taktisch klug umsetzen kann. Sollte es nämlich zu einem Kampf kommen, und das ist unvermeidlich, ist die Unterstützung von Gandalf Gold wert. Nach dem ausspeilen der Handkarten, zieht der Spieler zwei Karten nach und der nächste Spieler ist an der Reihe. Da, wie Anfangs erwähnt, alle Spieler gemeinsam spielen, könen sich die Spieler natürlich untereinander abesprechen und ihre Züge gemeinsam planen.

Die gemeinsame Reise birgt nämlcih auch einige Gefahren. So muss mann den Hobbit Bilbo und seine eigenen Figuren zwangsläufig durch die Trollhöhen oder durch das Nebelgebirge führen. Kommt man mit einer seiner Figuren zum Beispiel auf ein Abenteuerfeld der Trollhöhen, wird sofort eine Abenteuerkarte aufgedeckt. Meist verbirgt sich hinter dieser Karte ein fieser Troll, den es im Kampf zu besiegen gilt. Dies gelingt nur, wenn der Spieler genügend Zwerge oder Verbündete auf der Hand hat und diese ausspielen kann. Hat der Troll etwa eine Stärke von 8, muss der Spieler Karten mit der gleichen Stärke ausspielen. Zum Beispiel vier Zwergkarten mit der Stärke 2. Schafft er dies, hat er den Kampf gewonnen und der Troll wird vom Spielplan genommen. Hat der Spieler keine passenden Karten auf der Hand, verliert er den Kampf und muss 8 Felder zurück gehen. Und genau hier greift das Spielprinzip perfekt. Befindet sich nämlich zwie Spieler auf dem selben Abenteuerfeld, können sie gemeinsam kämpfen und die KArten beider Spieler nutzen. Es ist also echter Teamgeist gefragt.

Besonders schwierig erweist sich die Reise von Bilbo. Um das Spiel zu gewinnen muss der Bilbo-Stein das Ziel erreichen. Jeder Spieler kann zwar mit dem Bilbo-Stein voran ziehen, aber seine Bewegungskarten kann er dafür nicht nutzen. Bilbo kann man nur mit Hilfe eines Ponys mitnehmen, oder aber mit besonderen Handkarten weiter ziehen. Dies erweist sich manchmal als ziemlich knifflige Angelegenheit. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit! Zieht ein Spieler eine Gefahren-Karte, zieht der Orkstein ein Feld auf der Ork-Spirale weiter. Erreicht, der Orkstein das zwölfte und letzte Feld, haben alle Spieler verloren und das Spiel ist vorbei. Und das kann schneller gehen als einem lieb ist.

Spielgestaltung

Die Gestaltung des Spiels finden wir eher durchwachsen. Die Spielkarten sind sehr hübsch anzuschauen und warten mit original Fotos aus dem Film auf. Schade ist allerdings, dass die Charakternamen alle auf Englisch sind. Das Spielbrett finden wir von der Gestaltung her nicht sonderlich hübsch. So ist die Reise der Zwerge samt Bilbo nicht wirklich auf dem Brett nachvollziehbar. Nur aus der Anleitung weiß man, das die Reise durchs Auenland etc. führt, auf dem Spielbrett selbst sind keine Ortsnamen angegeben. Dies hätte das Ganze sicherlich atmosphärischer gemacht. Zudem scheint der Ausschnitt einer Mittelerde-Karte, den man für den Hintergrund gewählt hat, unlogisch. Der Karte zufolge endet die Reise in Rohan. Schade auch, dass der eine Ring aus Plastik ist, das ghet auch besser (siehe Risiko Herr der Ringe Edition). Alles in allem hätte man bei der Gestaltung einiges besser machen können. Dennoch macht das Spiel insgesamt einen ordentlichen Eindruck, zumindest der Spielspaß leidet nicht unter den kleineren Mängeln.

Unsere Einschätzung:

Zugegeben, als wir von dem Spielprinzip des gemeinsamen Gewinnens und Verlierens gehört haben, waren wir mehr als skeptisch. Aber Andreas Schmidt hat uns mit dem Brettspiel „Der Hobbit – eine unerwartete Reise“ eines besseren belehrt. Das Spiel erfordert eine gute Kommunikation zwischen den Spielern, denn gerade die teilweise sehr schwierigen Kämpfe machen das Spiel recht anspruchsvoll. Wir haben es bei unserer ersten Partie nicht geschafft, das Ziel rechtzeitig zu erreichen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß sich gemeinsam eine Vorgehensweise zu überlegen, sich gegenseitig in Kämpfen zu unterstützen und sich gegenseitig aus den Fängen der Orks zu befreien. Besonders motivierend ist auch die Mischung aus Brett- und Kartenspiel. Den bei den Kämpfen kommt echtes Trading-Card-Game-Feeling auf. Insgesamt sind wir sehr überrascht, wie gut das Spiel funktioniert und wie ausgewogen der Schwierigkeitsgrad ist. Für alle Herr der Ringe Fans ist das Spiel sowieso ein Muss, aber auch alle anderen können beherzt zugreifen. Und das beste ist, am Ende freuen sich alle oder niemand. Also holt oder wünscht euch das Spiel und begebt euch mit „Der Hobbit“ auf eine unerwartete Reise!

Bewertung:

 Spielspaß

Langzeitspaß

Gestaltung / Verarbeitung

Interaktion / Kommunikation

 Schwierigkeit

 Gesamt

KOSMOS 691752 – Der Hobbit – Das Spiel zum Film

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